Ein Waldbrand westlich von Hainburg Hainstadt und im Bereich der Alten Fasanerie in Klein Auheim hat am Mittwoch nach Angaben der Stadt rund 2,5 Hektar Wald zerstört. Verletzte gab es nicht. Die Einsatzleitung lobte die Arbeit der alarmierten Kräfte: Mehr als 200 Einsatzkräfte waren vor Ort, darunter rund 120 ehrenamtliche und hauptamtliche Feuerwehrleute aus Hanau. Stadträtin Isabelle Hemsley bezeichnete das Feuer als „Mahnung und Warnung“ und forderte zur Vorsicht im Wald auf.
Ablauf des Einsatzes
Die erste Alarmierung erfolgte um 16:07 Uhr. Das Feuer griff teilweise bis an das Gelände der Alten Fasanerie auf Hanauer Stadtgebiet über, weshalb auch Kräfte der Feuerwehr Hanau die Lage kontrollierten, um ein weiteres Ausbreiten zu verhindern. Aufgrund der dichten Vegetation, der hohen Temperaturen und des Funkenflugs gestaltete sich das Löschen schwierig.
In dem betroffenen Waldgebiet gibt es keine Hydranten. Deshalb wurde Löschwasser mit Großtanklöschfahrzeugen an die Brandstellen gebracht. Die Nachlöscharbeiten dauerten bis zum folgenden Donnerstag an. Zum Zeitpunkt 14:30 Uhr waren noch fünf Einsatzkräfte mit einem Kreisregner System vor Ort.
Verbote und verstärkte Kontrollen
Die Stadt erinnert daran, dass Grillen, Rauchen und offenes Feuer in öffentlichen Anlagen verboten sind. Das Verbot gilt demnach auch am Mainufer. Die beiden ausgewiesenen Grillplätze an der Klosterruine Wolfgang und an der Barbarossaquelle werden in den Sommermonaten wegen der hohen Waldbrandgefahr nicht vergeben. Die Verwaltung warnt, dass schon ein Funke, eine glimmende Zigarette oder nicht vollständig abgelöschte Grillkohle ausreichen können, um trockene Vegetation in Brand zu setzen.
Zur Vermeidung weiterer Brände erhöhen Stadtpolizei und die anlassbezogen eingesetzte Reiterstaffel der Landespolizei die Präsenz in den Waldgebieten. Erholungssuchende sollen aktiv auf die Gefahren hingewiesen werden. Der städtische Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service hat an sensiblen Stellen neue Schilder mit dem Hinweis „Rauchen, Grillen und offenes Feuer strengstens verboten“ angebracht.
Technik und Präventionsstrategie
Die Stadt setzt neben Kontrollen auf moderne Löschtechnik. Die Feuerwehr Hanau verfügt über den Löschroboter Magirus Wolf R1, der insbesondere bei Bränden in schwer zugänglichem Gelände eingesetzt werden kann. Nach Auffassung der Einsatzleitung ist die Kombination aus Aufklärung, Präsenzkontrollen und technischer Ausstattung zentral, um Waldbrände in trockenen Phasen zu verhindern oder schneller zu bekämpfen.
Stadträtin Isabelle Hemsley appellierte an die Bevölkerung, geltende Verbote zu beachten und verdächtige Rauchentwicklungen oder Brände unverzüglich über den Notruf 112 zu melden. So könne jede Person dazu beitragen, den Stadtwald und andere Besucher zu schützen.
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