Dienstag, 25.08.2026

Acht historische Orte in Hanau zum Tag des offenen Denkmals 2026

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Am Sonntag, 13. September, beteiligt sich Hanau mit einem Programm an der bundesweit größten Kulturveranstaltung. Unter dem diesjährigen Motto NetzWERKE Denkmale und Infrastruktur öffnen in Deutschland mehr als 6000 Orte ihre Türen. In Hanau werden acht Denkmale und historische Stätten angeboten, bei denen Besucherinnen und Besucher Einblicke in Stadtgeschichte, Handwerk und Verkehr erhalten können.

Schloss Philippsruhe und städtische Kulturorte

Das Schloss Philippsruhe zählt zu den bedeutendsten Baudenkmalen Hessens und steht im Zentrum der Hanauer Angebote. Es verdeutlicht, wie eng Schloss, Stadt und Region historisch verbunden waren: Künstlerinnen und Künstler, Möbelbauer, Stuckateure und Hoflieferanten arbeiteten zusammen und prägten repräsentative Räume. Um 14 Uhr wird eine Führung durch das Schloss angeboten. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist möglich.

Am Marktplatz bietet das Neustädter Rathaus um 15.30 Uhr eine etwa 45minütige Führung mit Martin Hoppe, Fachbereichsleiter Kultur. Besucher erhalten dabei auch Einblicke in die Sitzungsräume der Stadtregierung. Das Deutsche Goldschmiedehaus lädt um 14 Uhr zu einer rund 60minütigen, rollstuhlgerechten Führung mit dem Kunsthistoriker Michael H. Sprenger ein.

Architektur, Limesweg und Wohnbaugeschichte

Architekturinteressierte können ein 1912 errichtetes Wohnhaus in der Gustav Hoch Straße 35 besichtigen. Die Straßenfassade zeigt Gestaltungen, die auf Reformbewegungen um 1900 zurückgehen. Das Haus ist ohne Anmeldung von 10 bis 18 Uhr zugänglich.

Als Außenangebot steht ein etwa 3,6 Kilometer langer Rundwanderweg zur Verfügung, der von 13 bis 18 Uhr eigenständig erkundet werden kann. Die Strecke führt vom Parkplatz Am Neuwirtshaus durch den Wald entlang des Limes und eines Römerkastells und informiert an betreuten Stationen über frühere Lebensweisen im Wald.

Friedhofsgeschichte und eine offene Kapelle

Der Hauptfriedhof in Hanau birgt Grabdenkmale des 19. und 20. Jahrhunderts entlang der Mauer zur Birkenhainer Straße. Ab 11 Uhr führt Michael Sprenger, Vorsitzender des Hanauer Geschichtsvereins 1844 e.V., auf dem im Entstehen begriffenen Pfad der historischen Denkmale entlang der inneren Friedhofsmauer. Treffpunkt ist vor der Trauerhalle, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Wer am 13. September nicht teilnehmen kann, hat am 20. September Gelegenheit: Die Seitzsche Kapelle auf dem Hauptfriedhof öffnet dann im Rahmen der Veranstaltung Kultur auf den Hanauer Friedhöfen. Die denkmalgeschützte Grabkapelle aus dem frühen 20. Jahrhundert verbindet neuromanische Architektur mit einem Kolumbarium. Nach einer Sanierung durch den städtischen Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service wurde der Besuch um 11 Uhr von einem Konzert des Quartetts Bohème von der Neuen Philharmonie Frankfurt begleitet. Die Kombination von Kammermusik mit Elementen aus Gipsy Swing, Jazz und Klezmer ist kostenfrei.

Eisenbahn, Tor und Stadtbefestigung

Das historische Bahnbetriebswerk Hanau bietet drei Führungen an, jeweils um 11 Uhr, 13 Uhr und 15 Uhr. An den Terminen werden die Geschichte des Betriebswerks und der Eisenbahn in Hanau erläutert, zudem sind Lokomotiven zu besichtigen. Die Führungen sind kostenfrei, Veranstalter freuen sich über Spenden.

Das Obertor Mittelbuchen in der Alten Rathausstraße 31 stammt aus dem 15. Jahrhundert und diente ursprünglich als Wehrturm. Zwischen 15 und 17 Uhr veranstaltet der Mittelbuchener Geschichtsverein Führungen; nebenan kann der Säuturm bestiegen werden, von dem sich ein weites Aussichtspanorama über die Region bietet.

Die Teilnahme an vielen Angeboten ist kostenlos. Die Stadt Hanau weist darauf hin, dass Programme und Zeiten variieren können und empfiehlt, sich bei den städtischen Museen oder den jeweiligen Veranstaltern über Details und mögliche Anmeldemodalitäten zu informieren.

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