In Eltville am Rhein häufen sich illegale Ablagerungen von Hausmüll und Sperrmüll in Freiflächen und Gräben. Die Stadtverwaltung berichtet von einem deutlichen Anstieg und macht vor allem Abfälle aus Privathaushalten verantwortlich.
Wachsende Menge und Fundorte
Die in der Landschaft gefundenen Abfälle reichen von Bauschutt über alte Autoreifen bis zu Kühlschränken, Herden und Sanitärkeramik. Häufig werden die Gegenstände in Gräben oder verteilt in der freien Natur abgelegt. Auch in der Nähe von Glascontainern und Sammelstellen für Altkleider werden regelmäßig illegale Ablagerungen festgestellt.
Als aktuelles Beispiel nennt die Stadt die kostenpflichtige Räumung mehrerer Tonnen Abrissmaterial einer alten Mauer, die auf städtischem Grund zurückgelassen worden waren.
Stadtwerke sehen Belastung für Personal
Die Beseitigung des illegalen Mülls fällt häufig den städtischen Betrieben zu. Der Leiter der Eltviller StadtWerke weist darauf hin, dass dadurch Personal gebunden wird, das dann für andere Aufgaben nicht zur Verfügung steht. Die daraus entstehenden Mehrkosten tragen den Angaben zufolge den kommunalen Haushalt zusätzlich.
Rechtsfolge und Kontrolle
Illegale Müllentsorgung wertet die Stadt als Ordnungswidrigkeit, die mit hohen Bußgeldern belegt werden kann. In entsprechenden Fällen werde Anzeige erstattet, heißt es aus der Verwaltung.
Entsorgungsangebot und Appell an die Bevölkerung
Die Stadtverwaltung verweist auf den Wertstoffhof des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft am Wiesweg neben den StadtWerken. Dort können private Haushalte die meisten Abfälle weitgehend kostenfrei abgeben. Die Öffnungszeiten sind Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag jeweils von 15 bis 18 Uhr, mittwochs von 10 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 16 Uhr.
Bürgermeister Patrick Kunkel und der Leiter der StadtWerke bitten die Bevölkerung um Mithilfe, damit öffentliche Flächen und Landschaften sauber bleiben.
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