Sonntag, 15.03.2026

Zufriedenheit mit Busverkehr in Wiesbaden steigt auf bessere Note als Pkw Nutzung

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Die Zufriedenheit der Fahrgäste mit dem städtischen Busverkehr in Wiesbaden hat sich laut einer Studie der Hochschule RheinMain verbessert. In der jüngsten Erhebung 2025 erhielt ESWE Verkehr die Gesamtnote 2,69 nach 2,79 im Jahr zuvor. Die Nutzung des Pkw wurde dagegen mit der Note 3,31 bewertet und damit deutlich schlechter eingestuft. Parallel sind die Fahrgastzahlen im Linienverkehr auf knapp 59 Millionen gestiegen.

Studie und Methode

Die Befragung wurde unter Leitung von Prof. Dr. Bernhard Heidel und Prof. Dr. Tobias Heußler durchgeführt. Ein studentisches Team der Wiesbaden Business School befragte im vergangenen Jahr an zehn Standorten im Stadtgebiet 1.512 Passantinnen und Passanten in vier Erhebungswellen. Die Stichprobe umfasste regelmäßige und gelegentliche Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs ebenso wie vornehmlich mit dem Auto Fahrende. Seit 2006 lässt ESWE Verkehr die repräsentative Zufriedenheitsmessung regelmäßig durchführen.

Verbesserte Bewertungen im Detail

Die Studie erfasste Bewertungen in 16 Kategorien. Nach Angaben der Forschenden wurden 15 dieser Merkmale besser bewertet als im Vorjahr. Besonders deutlich fielen Verbesserungen bei der Umweltleistung der ESWE Verkehr, bei Kontrollen, bei Informationen über mögliche Verspätungen sowie bei der Atmosphäre in den Bussen aus. Auch die Erreichbarkeit der Ziele sowie Fahrzeit und Schnelligkeit erhielten positivere Beurteilungen.

Gleichzeitig identifiziert die Untersuchung weiterhin Verbesserungsbedarf. Pünktlichkeit und Aspekte der Atmosphäre in den Fahrzeugen, zum Beispiel Überfüllung, bleiben Herausforderungen.

Reaktionen und Ausblick

Marion Hebding, Geschäftsführerin von ESWE Verkehr, wertete die Ergebnisse als Bestätigung der Maßnahmen des Unternehmens: „Die vergleichsweise guten Ergebnisse zeigen, dass sich unsere Bemühungen hinsichtlich der kontinuierlichen Angebots und Serviceverbesserung für die Fahrgäste lohnen und nach der Coronazeit auch bei den Fahrgästen ankommen. Das Vertrauen in ESWE Verkehr ist gestiegen.“

Prof. Dr. Bernhard Heidel betonte den Mehrwert des Vergleichs von Busverkehr und Pkw Nutzung und verwies darauf, dass sowohl offene als auch geschlossene Fragen zeigten, dass viele Befragte positive Veränderungen wahrnehmen.

Andreas Kowol, Aufsichtsratsvorsitzender von ESWE Verkehr, sprach von Bestätigung des bisherigen Kurses und nannte zugleich geplante Maßnahmen: „Die positiven Ergebnisse der Kundenzufriedenheitsbefragung bestärken uns in unserem Kurs. Mit der geplanten Liniennetzreform werden wir durch neue, direktere Verbindungen und zusätzliche Erschließungen dafür sorgen, dass Busfahren in Wiesbaden künftig effizienter und noch attraktiver wird.“

Die Studie liefert der Verkehrsgesellschaft nach eigener Aussage wichtige Hinweise für künftige Verbesserungen. Eine neue Erhebungswelle wurde bereits gestartet.

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